von Anita Häußler

14. Autohaus Hirth Stadtlauf Oschatz

Bei strahlendem Sonnenschein starteten am vergangenen Sonntag 163 Läuferinnen und Läufer sportlich in den Frühling. Der 14. Oschatzer Autohaus Hirth Stadtlauf vereinte wieder alle Generationen: der jüngste Teilnehmer Emil Gläser (Kita Spatzennest) wird demnächst gerade zwei Jahre alt und startete über die 220 m des OBI Biberlaufs. Der älteste Läufer war Bernd Uhlmann (LG Noschkowitz) mit 83 Jahren, der die 8,1 km lief.

Den Löwen Gesundheitslauf konnte Leon Pritschow von der Förderschule ganz knapp für sich entscheiden (8:06 min). Mit einer Sekunde Vorsprung kam er vor dem Vorjahressieger Levi Kuchar (SV Wacker Dahlen) ins Ziel. Bei den Mädchen war Mareike Voigtländer am schnellsten (10:12 min). Nach der Siegerehrung posierten einige Gesundheitsläufer zusammen mit dem Oberbürgermeister für ein Foto. David Schmidt war auf Einladung des gastgebenden Vereins SV Fortschritt Oschatz auf das Gelände vor der Rosentalhalle gekommen, um sich einen Eindruck von dem Sportereignis mit regionaler und überregionaler Bedeutung zu verschaffen. Er wünschte dem Oschatzer Stadtlauf „immer mehr Teilnehmer“, wobei die Organisatoren absolut zufrieden mit der diesjährigen Größenordnung sind – mehr Teilnehmer bedeuten auch mehr Aufwand bei der Anmeldung.

Die 3,5 km, die in einer großen Runde durch den O-Park und den Stadtwald unterhalb vom Krankenhaus führten, konnte Maxim Schimpke für sich entscheiden. Der junge Sportler vom SV Traktor Naundorf nimmt bereits das dritte Jahr an der Mittelsächsischen Lauftour teil. Valentina Auerbach von der Evangelischen Werkschule Naundorf gewann die Altersklasse der Schülerinnen.

Die großen Parkrunden führen einen ordentlichen Anstieg zum Krankenhaus hoch, weshalb der Anstieg vor allem bei den Frauen und Männern immer wieder Thema ist, die dort drei- oder viermal hochlaufen mussten. Manche stöhnen, aber im Ziel lachten auch zwei Frauen über diese Herausforderung und wieder andere können nicht genug davon bekommen und laufen freiwillig eine vierte Runde, die ansonsten den Männern vorbehalten blieb. So auch Malgorzata Golon, die als erste Frau ins Ziel kam: „Ich mag Herausforderungen. Kürzere Strecken als 10 km laufe ich nur, wenn ich keine längere Route wählen kann.“

Bei den Frauen über 8,1 km gewann Antje Müller (LFV Oberholz) vor Selina Nohl (Fitnesscenter Bardo) und Silke Dewitz (Lauffreunde Döbeln). Alle drei waren in der Vergangenheit regelmäßig in Oschatz am Start. Selina Nohl trug zur Siegerehrung ihren kleinen Sohn auf dem Arm – nach kurzer Pause war sie wieder fit, um an alte Leistungen anzuknüpfen. Auch wenn Männer unter AK65 auf vier Runden und somit 10,5 km orientiert wurden, gab es mit Marcus Damm (SV Turbine Frankenberg) einen super schnellen Läufer über 8,1 km – er gewann den Lauf in 33:06 min.

Auf der langen Strecke waren fast 60 Aktive unterwegs. Diesmal bekam Edmilson Gomes, der häufig um den Sieg kämpft, harte Konkurrenz. Gomes wurde Dritter hinter Sieger Jan Helmold (Dynamo Tresen, 40:01 min) und Danny Sternkopf (LuT Aschaffenburg). Die erste Runde liefen sie noch zu dritt. Dann war es ein Duo, wobei Jan Helmold immer hinter Danny Sternkopf blieb. „Ich war mir nicht sicher, ob ich das Tempo so lange halten kann.“ Am Ende reichte die Kraft für einen Zielspurt, der über den Sieg entschied. Aber auch der Zweitplatzierte zeigte sich zufrieden:“Ich fand es wieder einen schönen Lauf, da ich nicht allein laufen musste und meine Zeit und Platzierung vom letzten Jahr noch etwas verbessern konnte.“, so Danny Sternkopf.

Ein Alleinstellungsmerkmal beim AH Hirth Stadtlauf ist der Intersport Hanel Wanderpokal für die teilnehmerstärkste Mannschaft. Zum dritten Mal in Folge ging dieser an die Roadrunners OZ, die auch nach über zwei Jahren eine funktionierende Laufgemeinschaft sind. Nachdem sie also den Pokal dreimal in Folge gewinnen konnten, können sie diesen Pokal behalten. Das ist in der Geschichte des Laufes bisher nur der Kita „Haus Bummi“ der Lebenshilfe Oschatz gelungen.

Die Organisatoren freuten sich über viel positives Feedback von den Läufern. Damit das weiter so bleibt, braucht es viele Helfer, denen großer Dank gebührt. Und es braucht Sponsoren wie den Namensgeber Autohaus Hirth, Rosen-Müller, Intersport Hanel, die Löwen Apotheke Oschatz und OBI, die mit Geld- und Sachspenden oder der Bereitstellung des Torbogens zum Gelingen des Wettkampfes beitrugen.